Katastrophen-Vorbereitung für Einsteiger

Du möchtest für Notfälle besser vorbereitet sein, weisst aber nicht so genau, wo Du anfangen sollst? Die "Katastrophren-Vorbereitung für Einsteiger" Checkliste zeigt Dir die wichtigsten Schritte auf. Wenn Du sie befolgst, wirst Du auf die meisten Krisen besser vorbereitet sein, als 80% der gesamten deutschsprachigen Bevölkerung.

Ob es Naturkatastrophen, Autounfälle, Überschwemmungen, Arbeitslosigkeit oder das Ende der Welt und der langsame Zerfall der zivilisierten Welt ist, für die Vorbereitung ist wichtig, unmittelbar damit zu starten. Wer mit der Vorbereitung wartet, bis die Krise aufgetreten ist, hat bereits verloren.

In diesem Guide

Katastrophen-Vorbereitung für Einsteiger
In diesem Guide
Hintergründe
Zwei Wochen Selbstversorgung
Trinkwasser
Nahrung
Feuer, Kochuntensilien und Licht
Erste-Hilfe Koffer, Kommunikation und Hygiene
Werkzeuge
Anderes
Lies dich in die Basics ein
Dein Zuhause in einer Minute verlassen: But out Bag
BOB Rucksack
BOB Trinkwasser
Nahrung im BOB
BOB: Feuer, Wärme, Schutz und Kleidung
BOB: Licht, Kommunikation und anderes
BOB: Navigation, Werkzeuge und Geld
Unterwegs im Krisenfall
Trainiere!

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Hintergründe

Es existieren viele gute Gründe sich auf Katastrophen- und Krisen vorzubereiten - häufig sind aber die eigenen Motivationen und Umstände diejenigen, die entscheidend sind. Für einen Grossteil der Leute, die sich mit Vorbereitung, Notvorrat und Krisenvobereitung beschäftigen, ist die Grundausstattung allerdings die gleiche. Wer sich zusätzlich auf spezielle Ereignisse vorbereiten möchte, muss sich mit vielen Details auseinandersetzen. Wir finden, dass diese Unterscheidung in einschägigen Online-Foren und Blogs nicht ausreichend klar dargestellt wird. In einem ersten Schritt muss ich mich nicht mit der Atemschutzmaske, dem Chemieschutzanzug und der Off-Grid Lösung für mein Heim auseinandersetzen. Genau diese Aspekte werden aber häufig suggeriert, sei es aus Unwissen oder um möglichst viel Online-traffic und Umsatz zu erzielen. In diesem Post möchten wir dir eine Checkliste zur Verfügung stellen, um die wichtigsten Punkte abzudecken - ohne unsinnige Propaganda oder Verfärbung durch politische Extreme.

Katastrophen-Vorbereitung kann sehr vielfältig und trickreich sein - eine Frage zu beantworten bedeutet oft, dass Du mit zwei neuen Fragen konfrontiert wirst. Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich in Dingen zu verfangen, die keine Rolle spielen. Dafür empfehlen wir Dir, ein paar Grundregeln zu befolgen:

  • Sei skeptisch! Bei all dem Unsinn, den Du Online zum Thema lesen kannst, überlege Dir gut, ob die Aussagen wirklich Sinn machen (das gilt auch für www.katastrophen-vorbereitung.com.
  • Krisen-Vorbereitung bedeutet, sich auf Unvorhergesehenes vorzubereiten. Du weisst nicht was passieren wird. Benutze das Pareto-Prinzip um dich zu entscheiden.
  • Gute Vorbereitung ist eine Mischung aus Equipment, Planung, und deinen Fähigkeiten.

Abgesehen von diesen Regeln, gibt es drei mögliche Situationen in welchen Du Dich beim Eintreffen einer Krise unterschiedlich verhalten wirst:

  1. Du wirst aufgrund der Katastrophe zuhause bleiben (z.B. Winter- und Kälteeinbrüche, Unruhen, Kriege, Stromausfälle,...)
  2. Du wirst aufgrund der Katastrophe dein Zuhause verlassen (z.B. Feuer, Überschwemmungen, gewalttätige Einbrüche, ...)
  3. Du bist unterwegs und wirst aufgrund der Katastrophe deinen Weg zurück nach Hause finden müssen (Naturkatastrophen, Krieg und Terror,...)

Fokussiere Dich auf diese drei Aspekte und versuche, sämtliche Szenarien in diese drei Kategorien zu unterteilen. Damit reduzierst Du die Möglichkeiten und kannst Dich auf das Wesentliche konzentrieren. Unnötig komplizierte Szenarien resultieren in einer weniger durchdachten Vorbereitung. Auf geht's zur Checkliste.

Bereite Dich und dein Zuhause für 2 Wochen Selbstversorgung vor

Wir starten unsere Katastrophen-Vorbereitung mit deinem Zuhause, denn dort verbringst Du in der Regel einen Grossteil deiner Zeit. Ausserdem handelt es sich in vielen Fällen um den Ort, wo Du dich und deine Liebsten am besten schützen kannst. Nicht umsonst empfehlen Regierungen häufig im Krisenfall zuhause zu bleiben.

Was sind einige möglichen Szenarien, die dazu führen könnten, dass Dir eine gute Vorbereitung Zuhause das Leben erleichtert?

  • Du verlierst deinen Job und findest über einen längeren Zeitraum keine neue Arbeit.
  • Du musst eine unvorhergesehene grosse Ausgabe tätigen und hast bis zum Ende des Monats kein Geld mehr um etwas zu essen zu kaufen.
  • Die Wasser- oder Stromversorgung fällt für ein paar Tage komplett aus.
  • Deine Umgebung ist wegen einer Überschwemmung komplett unzugänglich.
  • Eine epidemische Seuche verbreitet sich rasant und Du bist wegen einer Quarantäne gezwungen, zuhause zu bleiben.
  • Terroranschläge oder Terrordrohungen in deiner Umgebung.
  • Totaler Kollaps und die zivile Ordnung bricht zusammen.

Du solltest davon ausgehen, dass für die meisten dieser Szenarien keinerlei Infrastruktur stabil zur Verfügung steht. Das heisst Du kannst weder auf Wasser, Strom, Heizung oder Kommunikation zählen. Das bedeutet vermutlich auch, dass dein Kochherd nicht mehr funktionieren wird. Staatliche Organisation werden vermutlich überladen sein, und Du kannst nicht auf schnelle Hilfe hoffen. Auch wenn der komplette Zusammenbruch der Infrastruktur nicht in jedem Szenario realistisch ist, ist es empfehlenswert, sich bezüglich der Grundausstattung auf den schlimmstmöglichen Fall vorzubereiten. Für eine unvorhergesehene Ausgabe, als Beispiel, kann ein Notvorrat der hungrige Mägen bis zum nächsten Lohn füllt, unheimlich wertvoll sein.

Checkliste für ein autonomes Zuhause für 2 Wochen:
  1. Trinkwasser: 50 Liter Wasser pro Person
  2. Nahrung: Lang haltbare und nicht verderbliche Nahrungsmittel die sich einfach zubereiten lassen. Ca. 25000 kcal pro Person
  3. Feuer: Feuerzeug, Streichhölzer, Kochutensilien
  4. Wärme: Decken, Isolationsfolien, Gasheizer
  5. Licht: Kerzen, Taschenlampen oder Laternen
  6. Erste Hilfe: Nothilfe-Ausrüstung
  7. Kommunikation: Bateriebetriebenes Radio, Signalleuchten, Trillerpfeiffen
  8. Werkzeug: Axt, Arbeitshandschuhe, Schraubenschlüssel, Nähmaterial (Nadel und Faden), Kabelbinder, Klebeband
  9. Hygiene: Seife, Toilettenpapier, Abfallsäcke
  10. Dokumente: Kopien von amtlichen Dokumenten, Versicherungspolicen, Geburts- und Ehedokumente, Karten

Wir gehen für diese Checkliste davon aus, dass dein Zuhause für den Alltag bereits gut ausgestattet ist - d.h. Du hast Kleider, Kochutensilien oder ähnliches in ausreichenden Mengen verfügbar.

Trinkwasser

Beim Trinkwasser gehen wir von einer Grundmenge von mindestens 3L Trinkwasser pro Person und Tag aus (besser wären ohne Zweifel 4L). Bedenke, dass Du im Notfall vielleicht nicht in der Lage bist, deine Badewanne mit Wasser zu füllen. Drei Liter Trinkwasser hört sich nach viel an, denk aber daran, dass Du auch etwas essen und kochen musst, und dass Hygiene in Notsituationen besonders wichtig ist.

Wenn Du dieser Checkliste bis zum Ende folgst, wirst Du tragbare Wasser-Filter und andere Reinigungsmethoden zur Verfügung haben (für den Fall, dass dich eine Katastrophe zum Verlassen deines Zuhause zwingt), wir empfehlen aber diese Optionen als zusätzliche Sicherheiten zu betrachten.

Die beste Vorbereitung ist, den Grundstock von etwa 50 Litern pro Person in geeigneten Behältern im Keller oder im Dachstock aufzubewahren. Beachte dabei, dass in einigen Wohnhäusern eine maximale Bodenbelastung von 200kg pro Quadratmetern zulässig ist - Wenn Du zusammen mit vielen Personen im Haushalt lebst und die Grenze der Bodenbelastung überschreitest, solltest Du dein Wasserlager auf mehrere Standorte verteilen.

Bestes Preis/Leistungsverhältnis:
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Verschluss mit Gummidichtung für den genormten DIN 61 Schraubdeckel (48mm Durchmesser). Kommt mit Auslaufhahn, Beschriftungsetiketten. Robust, und in begrenztem Rahmen stapelbar. Guter Preis. Kommt mit allem was man braucht und etwas mehr. Wir mögen besonders: Die direkte Anzeige vom Wasserstand und die Möglichkeit auch kochendes Wasser abzufüllen - der Temperaturbereich ist mit -20°C bis 100°C weit anwendbar. Ausserdem ist der biegbare Wasserhahn sehr nützlich.

Für mehr Informationen bezüglich der Möglichkeiten Wasser aufzubereiten, schau in unserem entsprechenden Review nach: Review Wasseraufbereitung und Filter.

Nahrung

Grundsätzlich gibt es vier Kategorien von Nahrung, die für den Notfall geeignet sind:

  • Für den unmittelbaren Verzehr geeignet (z.B. Getreideriegel, Knäckebrot,...)
  • Konserven
  • Selbtskochende Kits
  • Nahrung die in kochendem Wasser zubereitet werden muss

Wir empfehlen eine ausgewogene Mischung aus den verschiedenen Kategorien in Kombination mit einem rotierenden Notvorrat-System. Grund dafür ist, dass es unpraktisch wäre einen ganzen Zweiwochen-Vorrat in nur einer Kategorie abzudecken. Es bedarf zum Beispiel sehr viele Getreideriegel um den täglichen Energiebedarf zu decken. Auch ist das Ablaufdatum bei allen Typen genauestens zu beachten. Unsere Empfehlungen: Besorge dir einen rotierenden Vorrat mit Konserven und Stärkemitteln (Teigwaren, Reis,...) die Du im Wasser kochen kannst und die Du auch im Alltag verwendest. Diesen Notvorrat kannst Du kostengünstig aufbauen, die Lebensmittel verderben nicht und für den Notfall hast Du etwas Abwechslung. Ergänze deinen Notvorrat zusätzlich mit langhaltbaren Notrationen und einigen Goodies (Getreideriegel, selbstkochende Kits, usw.), diese geben noch mehr Abwechslung. Das hilft psychologisch. Kits sind in der Regel nicht für eine langanhaltende Versorgung gedacht, sondern für sporadische Einsätze. Ansonsten können Verdauungsprobleme entstehen. Grundsätzlich muss dein Notvorrat weder für die Gourmet-Küche geeignet, noch sehr effizient und platzsparend unterzubringen sein.

Du brauchst mehr Details? Hier gibts ein Review Langzeitnahrung.

Top Optionen
Bestes Option für die Meisten:
Beste Ergänzung:
Notration mit 24 Packungen a 500g oder 2300kcal. Damit lässt sich eine person einen Monat ernähren. 10 Jahre haltbar und ohne tierische Inhaltsstoffe. Unschlagbares Volumenverhältnis. Gefriergetrocknete Nahrung für etwa eine vollwertige Mahlzeit (ca 600kcal) pro Beutel a 125g. Dafür den Beutelinhalt mit 300ml kochendem Wasser vermischen. Schmeckt gut. Ca 4 Jahre haltbar.

Feuer und Kochutensilien

Um dein Essen zu kochen oder auch um Dich und deine Familie warm zu halten brauchst Du Utensilien um ein Feuer zu entfachen. Dafür sind natürlich Feuerzeug und Streichhölzer ein Muss. Diese gibt es in unterschiedlichen Varianten. Auch zu empfehlen ist ein stabiler Gaskocher, auf dem Du einen Topf bequem aufstellen kannst und dessen Verbrauch Du gut steuern kannst. Auch wenn Du nicht auf deinen gewöhnlichen Kochherd zurückgreifen kannst (Stromausfall), ist die Fähigkeit Wasser zu kochen ist extrem wichtig - nicht nur um Nahrung zu kochen, aber auch um z.B. Trinkwasser zu sterilisieren. Wenn Du eine Feuerstelle zur Verfügung hast, bedenke die Schwierigkeiten Wasser über offenem Feuer zu kochen (hast Du ein geeignetes Gefäss?). Ausserdem kannst Du deinen Gaskocher auch für den nächsten Campingausflug oder im Katastrophen-Fall, auch als Heizung brauchen. Hier unbedingt darauf achten, dass der Heizer standfest ist und nicht beim kleinsten Wackler umkippt und etwas in Brand setzt.

Beste Option für Feuer:
Top Zubehör:
Feuerstein mit Kompass und Gehäuse. Hochwertiger Magnesium Feuerstein der auch unter widriegsten Bedingungen ermöglicht, ein Feuer zu starten. Unbedingt trainieren! Wasserdichte Kapsel mit Gummidichtung - für Streichhölzer, Geld, Medikamente und vieles mehr.

Um den Wärmebedarf zu denken empfehlen wir Notfalldecken aus Mylar - sie sind klein, günstig und können auch als an den Boden gelegt werden um die Isolation zu verbessern oder als Plachen für einen provisorischen Unterstand dienen. Selbstverständlich sind auch Wolldecken und Planen nützlich.

Licht

Um nicht im Dunkeln zu tappen, empfehlen wir Baterie-betriebene Taschenlampen, Lampen mit eigenen Antrieb und Kerzen. Bei sämtlichen Lampen ist darauf zu achten, dass diese robust sind und nicht schon beim ersten kleinen Sturz auf den Boden den Geist aufgeben.

Erste-Hilfe Koffer

Ein wichtiger Aspekt in der Katastrophen-Vorsorge ist die Ausrüstung für die medizinische Grundversorgung. Häufig sind zusammengestellte Kits, die man sich anschaffen kann, für den Ernstfall nur bedingt geeignet - auch wenn die Marketing Kampagnen etwas anderes behaupten. Es sollten unbedingt auch schwerwiegende Verletzungen behandeln werden können (Knochenbrüche, tiefe Schnitt oder Stichwunden, Bandagen, Desinfektionsmittel, Schmerzmittel,..).

Bester 1.Hilfe Kit
Guter Starter-Kit, der mit einigen Ergänzungen zu einer wirklich nützlichen ersten-Hilfe Koffer werden kann. Leider nicht ganz günstig.

Es lohnt sich hier vorallem auf Inhalt, und nicht vorwiegend auf die finanziellen Aspekte zu achten - billigen Schrott wird Dir im Notfall nicht helfen und Du wirst über kurz oder lang ein neues Erste-Hilfe Kit anschaffen wollen - das kommt unter dem Strich teurer.

Kommunikation

Für die Kommunikation empfehlen wir ein Batterie- oder selbstbetriebenes Radio, um die wichtigsten Informationen zu erhalten. Ausserdem sind Trillerpfeiffen und Signalleuchten hilfreich, um auf sich aufmerksam machen zu können. Das kann im Evakuationsfall über Leben und Tod entscheiden.

Top Optionen
Beste Option für die Meisten:
Top Upgrade:
Solarbetriebenes Radio mit Handkurbel - LED Lampe und Spritzwasserschutz (IPX3). Wir mögen besonders die kleinen Dimensionen (155 x 75 x 46 mm) mit dem Gewicht von 270g. Solarbetriebenes Radio mit Handkurbel und intermen Lithium-Ionen Akku. UKW/MW Radio das auch verwendet werden kann um ein SOS Notsignal abzusetzten.

Hygiene

Für die Hygiene erachten wir einen Grundstock an Feuchttüchern, Seife, Toilettenpapier und Abfallsäcke als notwendig. Ausserdem empfehlen wir ein Set an leichten Tüchern - für den Fall das Du dich auf den Weg machen musst. Wir arbeiten an weiteren Empfehlungen von Artikeln aus dem Outdoor-Bereich. Komm in ein paar Wochen wieder vorbei.

Werkzeuge

Ein robustes Paar Arbeitshandschuhe sowie eine Axt sind nicht nur für den Notfall, sondern auch für Aufräumarbeiten ein absolutes Muss. Ausserdem Nähmaterial und ein Multifunktionstool, sowie Kabelbinder, Klebeband und Sicherheitsnadeln. Praktisch sind auch die richtigen Schraubenschlüssel um zum Beispiel Gas- oder Wasserleitungen zu kappen, falls dies notwendig sein sollte.

Top Optionen
Bestes Multifunktionstool:
Nützlichstes Werkzeug:
Der Klassiker unter den Outdoor-tools. Bewährt und immer wieder nützlich. Aus Edelstahl mit 19 Funktionen. Wir mögen besonders die Robustheit. Hochwertige Universalaxt mit Edelstahlklinge, Klingenschutz, verstärktem Stiel. Handlich genug um auch in engen Räumen gebraucht zu werden, trotzdem robust.

Mehr Auswahl und Informationen zum Multifunktionstool: Hier gehts lang!

Hier gibts mehr zu Äxten, Handbeilen und Tomahawks .

Anderes

Desweitern sollten Kopien der wichtigsten Dokumente und persönliche Gegenstände, die für den Alltag relevant sind, vorhanden sein. Wir denken dabei zum Beispiel an Brillen oder Kontaktlinsen - wenn Du ohne kaum etwas siehst, wäre es vermutlich praktisch, für den Fall der Fälle mindestens eine Brille als Reserve aufzubewahren. Ähnliches gilt für schwangere Frauen, Kleinkinder, Haustiere und lebensnotwendige Medikamente. Darunter fallen in unseren Augen auch Mittel zur Selbstverteidigung, die man als notwendig erachtet - wir sehen das allerdings nicht als "Grundversorgung" und gehen deswegen erst in weiteren Posts darauf ein.

2. Lies dich in die Basics ein

Du hast dein Zuhause nun schon gut ausgerüstet und bist bereits auf einen grossen Teil von möglichen Krisen besser vorbereitet als die grosse Mehrheit. Nun wird es Zeit, etwas mehr Hintergrundinformationen zu holen, damit Du in den nachfolgenden Schritten richtig entscheiden kannst.

Ein wichtiges Prinzip, mit dem wir immer wieder argumentieren, ist das "Pareto" oder "80-20" Prinzip. Es besagt zum Beispiel, dass in den ersten 20% der Zeit 80% einer bestimmten Arbeit gemacht werden können. Um eine Arbeit vollständig abzuschliessen, braucht es deutlich mehr Aufwand (Zeit, Geld,...): Nämlich 80% der Aufwände für die letzten 20% der Arbeit. Gleiches gilt für die Katastrophen-Vorbereitung. Das Pareto-Prinzip lässt sich nicht nur Zeit aufwenden, sondern auf beinahe sämtliche Vorgänge. Deswegen ist ein zentrales Element in der Krisen-Vorbereitung die Priorisierung. Welche Aufwände fallen Dir am leichtesten? Erledige diese Dinge zuerst - so dass Du schnell Resultate und Erfolge erzielst.

Wir empfehlen Dir ausserdem folgende Links von "katastrophen-Vorbereitung.com" durchzulesen, um eine gute Übersicht zu erarbeiten:

  1. Ein Verständnis der grundsätzlichen menschlichen Bedürfnisse ergibt sich aus der Maslow'schen Bedürfnispyramice.
  2. Eine Methodik um die für dich relevanten Katastrophen zu identifizieren und gezielt zu adressieren findest Du in der Risikoabschätzung.
  3. Warum Schulden und schlechtes Finanzmanagement keine gute Idee für deine Vorbereitungen sind, liest Du in den Tipps Geld und Katastrophen-Vorbereitung.

3. Bereite dich vor, dein Zuhause in einer Minute verlassen zu müssen.

Um dein Zuhause in einer Minute verlassen zu können ohne völlig unvorbereitet zu sein, brauchst Du einen Survival Bag. Ein Survival Bag - auf englisch auch oft "Bug Out Bag" oder BOB genannt, ist ein Rucksack der stets gepackt ist und für den Fall, dass Du dein Zuhause schnell verlassen musst, innerhalb kürzerster Zeit zur Hand ist. Der Rucksack enthält sämtliche Utensilien die Dir das Überleben in der Natur für ein paar Tage ermöglicht. Je länger Du damit alleine überleben kannst, desto besser.

Einige Beispielszenarien:

  • Die Behörden ordnen an, dass dein Zuhause aufgrund von einem Sturm/einer Überschwemmung/... evakuiert werden muss.
  • Du wachst mitten in der Nacht auf und bist von einem Waldbrand umgeben.
  • Während Unruhen will jemand in dein Zuhause eindringen und Du willst so schnell wie möglich verschwinden.
  • Das Haus deines Nachbarn steht in Flammen - Du willst helfen.
  • Durch Unruhen, Krieg oder Terroranschläge möchtest Du das Gebiet so schnell wie möglich verlassen.

Zur Erinnerung nochmals ein paar Punkte, die Du dir während dem Zusammenstellen eines Survival Bags vor Augen führen solltest.

  1. Du weisst nicht was passieren wird. Wirklich nicht!
  2. Du kannst nicht alle Bedürfnisse abdecken - Wende das Pareto-Prinzip an.
  3. Vielleicht bist Du länger zu Fuss unterwegs./li>
  4. Wegen 3. spielt Gewicht eine grosse Rolle.
  5. Es kann Sommer, Winter oder komplett chaotisches Wetter sein.
  6. Vielleicht bist Du alleine, vielleicht aber auch mit anderen unterwegs.
  7. Vielleicht bist Du verletzt.
  8. Vielleicht bist Du nach ein paar Stunden in Sicherheit. Vielleicht dauert es aber auch ein paar Wochen.

Bezüglich Bug Out Bags gibt es eine Menge Unfug und schlechten Rat, dem man schnell erliegt. Deswegen hier ein paar Worte der Warnung: Eine zu komplizierte Vorbereitung - zum Beispiel einen Survival Bag für Umweltkatastrophen, einen für Terrorattacken und Kriege und einen weiteren für die Zombieakopalypse - sind nicht zielführend und bewirken aussschliesslich, dass Du im Notfall nicht mehr gut vorbereitet bist. Es bedeutet nämlich, dass Du jeden Survival Bag in periodischen Abständen überprüfen musst und sehr viel Aufwand betreibst, um sämtliche Rucksäcke up-to-date zu halten(insbesondere Verfallsdaten von Nahrung, aber auch Medizin). Du bist besser beraten, wenn Du einen "richtigen" Survival Rucksack hast, den aber immer in gutem Zustand hälst. Reicht Dir das nicht, kannst Du einen Nummer 2 Rucksack starten und dort all die "Nice to haves" platzieren. Im Katastrophen-Fall weisst Du exakt, dass #1 mit muss und dass Du gegebenenfalls #2 oder gar #3 stehen lassen kannst.

Es gibt auch verschiedene Argumentationen oder Kennzeichnungen für "3 Tages Rucksäcke" oder im Englischen das Akronym INCH (I'm Never Coming Home). Ziel solcher Marketing Kampagnen ist, Leuten die sich nicht auskennen aber sich vorbereiten möchten, mit billiger Ausrüstung Geld aus der Tasche zu ziehen. Wenn es schnell gehen muss (und das tut es in der Regel im Katastrophen-Fall), willst Du die Anzahl der wichtigen Entscheidungen möglichst gering halten. Entscheidungen können lange dauern und dich langsam machen. Mit einem Survival-Rucksack Prioritätssystem musst Du nur entscheiden, ob Du noch Zeit und Kraft hast, die #2 (oder #3..) mitzunehmen. Viel einfacher gehts nicht - vorausgesetzt Du weisst exakt, wo dein Material ist und es ist bereit. Im Schlimmstenfall nimmst Du im ersten Moment einen Rucksack zu viel mit und sortierst nochmals aus, sobald Du aus der Gefahrenzone raus bist und den effektiven Krisenfall besser kennst. Ziel sollte sein, dass Du keine Gedanken daran verschwendest ob und dass Du alles wichtige dabei hast. Also kein "Brauche ich das Multifunktionstool aus dem anderen Rucksack?".

Für die meisten Leute ist ein klar deklarierter "Top-Prioritäts" Survival Bag das beste System. Achte auch darauf, dass dein Survival Bag nicht 50kg wiegt: Solche Empfehlungen findet man Online tatsächlich und die Annahme ist stets, dass man sowieso nur mit dem Auto an einen sicheren Ort fährt. Erinnere Dich daran, dass Du nicht weisst, was passieren wird! Vielleicht bist Du nicht der einizige mit der Idee, die Stadt zu verlassen. Die Strassen können komplett verstopft sein oder auch nicht mehr vorhanden. Dann musst Du zu Fuss weiter und plötzlich machen die 50kg auf deinem Rücken richtig weh. Mit einem Prioritäts-Schema bist Du auch hier gut aufgestellt: Du selbt nimmst den #1 Bag, wenn jemand bei Dir ist, gib der Person die #2, und so weiter. Diese Entscheidungen kannst Du schnell fällen, ohne dass Du sämtliche Ausrüstung nochmals aussortieren musst.

Letzte grundlegende Empfehlung bezüglich deines Survival Rucksacks: Kauf keine "All-in-One" Lösungen. Auch wenn sie auf den ersten Blick günstiger an den Mann gebracht werden, grösstenteils bestehen Sie aus billigem Schrott und Du wirst einen grossen Teil ersetzten und neu erstehen müssen. Damit sparst Du kein Geld. Mit ein paar Euros mehr kannst Du dir aber eine Menge Unsicherheit und Risiken ersparen.

Checkliste für deinen Top-Prioritäts Survival Rucksack:

  • Rucksack: Nicht zu gross, dezenter Farbton und Hüftgurt für einen besseren Halt.
  • Trinkwasser: Werkzeuge um Wasser zu reinigen oder Trinkbehälter.
  • Nahrung: Die richtige Nahrung in angemessenen Mengen.
  • Feuer, Wärme und Schutz: Zundhölzer, Feuerzeug, Feuerstein und Survival Decken. Blache und eventuell ein leichtes Zelt.
  • Kleidung: Hut, Sonnenbrille, Socken, ein volles Set Kleidung für die extremsten Witterungsbedingungen.
  • Licht: Stirnlampe, Taschenlampe, Kerzen.
  • Kommunikation: Tragbares Radio, Pfeiffen, Signalleuchten, Spiegel.
  • Erste Hilfe: Solides erste-Hilfe Kit um auch grössere Verletzungen versorgen zu können.
  • Hygiene: Seife, Toilettenpapier und Sterilisationsmittel
  • Orientierung und Navigation: Karten (wettergeschützt), Kompass und kleiner Feldstecher.
  • Werkzeuge: Multifunktionstools, Messer, Seile, Kabelbinder, Sicherheitsnadeln.
  • Selbstverteidigung: Abhängig von persönlichen Ansichten: Pfefferspray, Messer, Waffen.
  • Dokumente und Geld: Wettergeschützte Kopien von wichtigen Dokumenten, z.B. Geburtszertifikat, Heiratsurkunden, Ausbildungen. Papier und Stift, Cash, ev. ein Survival Guide.

Rucksack

Beim Rucksack den Du zu deinem Survival Bag machst, gibt es ein paar wichtige Punkte, die Du beachten solltest. Erstens, beschränke dich auf das absolute Minimum. Dein Ziel ist das Überleben.Du willst dabei weder gut aussehen noch möglichst viel Schrott mit dabei haben. Dafür empfehlen wir eine maximale Grösse für den Rucksack von 50 Litern. Den kannst Du mit bis zu 25kg Gewicht füllen (je nach Inhalt) und das ist schon sehr viel! Wir empfehlen, den Survival Bag auf 12-14kg zu beschränken. Ausserdem solltest Du auf einen guten Halt, viele Einstellmöglichkeiten und einen dezenten Look achten. Du weisst nicht was passieren wird, und vielleicht gibt es Situationen in denen Du nicht unbedingt mit grellen Farben auffallen möchtest. Wenn Du auffallen willst, kannst Du dafür deine Kommunikations-Werkzeuge verwenden. Das machst Du dann aber bewusst und nachdem Du die Situation überprüft und als positiv eingeschätzt hast.

Top Survival Rucksack:
Top Alternative:
Mardingtop 35L/40L Outdoor Wanderrucksack aus wasserabweisendem und widerstandsfähigem Material. In verschiedenen Farben erhältlich. Viele Taschen und Extrafächer und für das MOLLE System ausgerüstet.. Mountaintop 40L Wanderrucksack aus robustem Material. Vielseitig einsetzbar.

Trinkwasser

Obwohl frisches Trinkwasser absolut kritisch fürs Überleben ist, ist es aufgrund vom hohen Gewicht unpraktisch, mehr als eine Tagesration von 2-3 Liter mit sich zu tragen. Ausnahme: Wenn Du in einer Region lebst, wo Wasser sehr selten ist, nimm lieber die doppelte Menge Wasser und dafür etwas weniger Nahrung mit. Du kannst typischerweise drei Wochen ohne Nahrung überleben, aber nur drei Tage ohne Wasser. Das bedeutet, Du musst in der Lage sein, gefundenes Wasser aufzubereiten. Wir empfehlen deswegen eine Mischung aus Filtern, Reinigungstabletten und der Möglichkeit, Wasser abzukochen.

Top Option
Bester Wasserfilter
Wasserfilter mit sehr niedriegem Gewicht (weniger als 60g). Ideal um unterwegs sauberes Wasser zu produzieren. 0.1 Micrometer Filter Porengrösse - filtert einen Grossteil der üblichen Bakterien aus verschmutztem Wasser.

Nahrung

Der häufigste Fehler, der uns bezüglich Survival Bag begegnet, ist das entweder zu viel Nahrung oder die falsche Nahrung eingeplant wird. Nahrung hat, in der Regel, ein ziemlich schlechtes Gewicht/Nutzen Verhältnis. Wichtig: Nur langhaltbare oder unverderbliche Nahrung in den Rucksack packen. Du wirst kaum alle paar Wochen deinen Survival Bag instandhalten. Wir empfehlen hoch-kalorische und verzehrfertige Nahrung einzupacken und das auch nur in sehr begrenzten Mengen. Wenn keine Kochutensilien im Surival Bag sind, empfehlen wir folgende Zusammensetzung:

  • Ein verzehrfertiges Essen
  • Ein Notfall Kalorien-Block mit ca. 2 Tagesrationen an Kalorien (3500kcal)
  • Zwei Einheiten Erdnussbutter

Wenn Du dich dafür entscheidest, Nahrung mitzunehmen die gekocht werden muss, denk daran, dass Du ein Feuer auch unter nassen Bedingungen machen musst um die Nahrung zu verzehren.Idealerweise trägst Du dann einen tragen einen kleinen Camping-Brenner und einen Gastank mit Dir.

Feuer, Wärme und Schutz

Die Möglichkeit Feuer zu machen ist in jedem Fall hilfreich - es braucht wenig Platz, ist nicht schwer und kann Dir das Leben bedeutend erleichtern. Am besten mehrere kleine Tools zur Hand haben um Redundanz zu schaffen. Zum Beispiel wetterfeste Zundhölzer, Feuerstein und ein handelsübliches Feuerzeug. Empfehlungen sind bereits oben, unter Punkt 2 aufgeführt.

Ausserdem empfehlen wir spezielle Decken oder Blachen, die sowohl als Wärmespender, Regenschutz, aber auch als Abdeckungen oder Unterlagen für einen Unterschlupf dienen können. Dafür unbedingt auch an etwas Seil (mindestens 10m) denken.

Bester Schutz
Strapazierfähige ultradünne Folien die jedem Wetter trotzen. Grösse: 2.1 x 1.6m. Günstigere Lebensretter gibt es nicht.

Kleidung

Bezüglich Kleidung sind die naheliegenden Empfehlungen ein guter Regenschutz und ein guter Kälteschutz. Weniger nahelieged: Gute Socken. Wenn Du tatsächlich viel zu Fuss unterwegs bist, ist es wichtig, deine Füsse in gutem Zustand zu halten (keine Blasen zu kriegen). Bewahre deinen Surival Rucksack direkt neben deinen besten Wander-Schuhen auf - diese willst Du tragen, wenns denn notwendig sein sollte. Ausserdem empfehlen wir einen Buschhut: Braucht praktisch keinen Platz, schützt aber gut gegen Sonne und kann mit ein paar einfachen Handgriffen auch bei kalten Temperaturen dein Gesicht schützen.

Licht

Die wichtigste Lichtquelle in deinem Survival Bag sollte eine gute Stirnlampe sein. Nicht gerade modisch, aber unheimlich praktisch: Du hast die Hände frei und hast auch im Dunkeln Licht. Wenn Du noch Platz hast, sind ein paar Kerzen oder eine kurbelbare Taschenlampe nicht falsch.

Top Optionen
Beste Budget Option:
Beste Option für die Meisten:
Varta Stirnlampe mit 4 LED, fallfest, lange Batteriebetriebsdauer von über 30h, spritzwassergeschützt und zu einem sehr guten Preis. Petzl Tikkina Stirnlampe, wasserfest mit einer Leuchtweite von über 50m. Drei verschiedene Leuchtmodi.

Kommunikation

Ein kleines Tragbares Radio um die lokalen Notrufsignale empfangen zu können ist empfehlenswert. Benutze die gleichen Empfehlungen für die tragbaren Radios wie oben, in Kapitel 1. Allerdings empfinden wir eine kleine Trillerpfeiffe und Signalleuchten als ein absolutes Muss.

Erste Hilfe

Ein grosses und wichtiges Thema, sowohl für den Bug Out Bag, als auch für Zuhause. Wie bereits erwähnt, sind wir mit keinem der im Handel erhältlichen Kits restlos zufrieden. Wir arbeiten an einer detaillierten Zusammenstellung mit einer sinnvollen Empfehlung.

Hygiene

Unterwegs und unter widrigen Umständen solltest Du die Hygiene nicht vergessen. Ein Stück Seife, Toilettenpapier und ein paar Feuchttücher können nicht schaden. Das hilft auch, im Falle einer Verletzung Enzündungen vorzubeugen. Nützlich sind auch Mikrofaser Tücher, um sich abzutrocken oder für die persönliche Hygiene.

Bester Hygiene Artikel
Qualitativ hochwertig zu einem guten Preis. Wir mögen besonders: Das kleine Gewicht (159g bei einer Grösse vo 1.2 x 0.6m). Ein Muss für jeden Survival Bag.

Orientierung und Navigation

Wetterfeste Karten der Umgebung, zum Beispiel laminiert, sind sehr praktisch. Mach nicht den Fehler und geh davon aus, dass Du mit deinem Smartphone und Google Maps den Weg schon finden wirst. Ein Kompass und ein kleiner Feldstecher helfen Dir, dich zu orientieren und aus der Distanz zu beobachten, falls dies notwendig sein sollte.

Top Optionen
Beste Budget Option:
Bestes Upgrade:
Bfull Fernglas 12 x 50 - wasserdicht. Gutes Preis-Leistungsverhältnis. Wasserdichtes Amoekie Fernglas mit Entfernungsmessung, Kompass und zugehöriger Tasche. Fokusiersystem mit jeweilig 5 Dioptrien, die korrigiert werden können.

Werkzeuge

Ein anständiges Multifunktions-Tool und/oder ein Schweizer Armeemesser bringen dich sehr weit, wenn Du auf dich selber gestellt bist. Schau Dir dafür unser Review bezüglich den Multifunktionstools an. Ausserdem empfehlen wir etwa 10 m starkes Seil in deinem Survival Rucksack zu haben. Das kann helfen, einen guten Unterschlupf zu bauen, eine Tragbarre für einen Verletzten oder als Angelschnur und Wäscheleine. Wir haben ausserdem ein paar Kabelbinder und Sicherheitsnadeln in unserem Survival Bag.

Selbstverteidigung

Viele Leute die sich für Katastrophen vorbereiten, empfinden Selbstverteidigung als zentrales Element für die Krisenvorsorge. Wir sind Meinung dass Schusswaffen nicht zur Grundausstattung der Katastrophen-Vorbereitung gehören und besitzen keine Waffen - wir verwenden aber nicht-tödliche Mittel (Pfefferspray) um uns im Notfall verteidigen zu können. Wir akzeptieren aber, dass jemand das Bedürfnis hat sich auf solche Fälle massiver vorzubereiten und empfehlen deswegen, den Punkt Selbstverteidigung je nach Standpunkt zu berücksichtigen.

Dokumente und Geld

Kopien deiner wichtigsten Dokumente, etwas Geld (Cash) sind ein absolutes Muss in deinem Survival-Bag. Wenn Du noch Platz hast, ist ein kleiner Survival-Guide zu empfehlen - Du wirst diese Tipps vorallem dann brauchen, wenn Du dein Zuhause schnell verlassen musst. Verpacke alles wasserdicht in einer Plastikmappe/Plastiksack.

4. Stell dich auf Katastrophen ein, wenn Du Unterwegs bist

Die Mehrheit von uns verbringt zwischen 40 und 60% der Zeit ausserhalb von Zuhause. Dabei sind die Muster die wir täglich oder wöchentlich durchlaufen sehr repetitiv und vorhersehbar. Diesen Zustand sollte eine durchdachte Katastrophen-Vorbereitung nicht ausser Acht lassen. Ein paar Beispielszenarien:

  • Dein Zug zur Arbeit verunglückt - Es gibt Verletzte und Chaos herscht.
  • Im Feierabendstau wirst Du Zeuge eines schweren Autounfalls auf der Gegenfahrbahn.
  • Du wirst im Dunkeln auf dem Weg nach Hause überfallen.
  • Ein Megastau hindert dich daran, nach Hause zu kommen. Du musst aber etwas essen.
  • Amoklauf oder Terroranschlag im Shoppingcenter/auf der Arbeit/im Sportverein..

Solche Szenarien kannst Du am besten mit zwei Strategien (oder einer Mischung davon) abdecken: Sogenannte "Everyday Carry Items" (EDC) trägst Du permanent auf Dir. Das kann zum Beispiel ein Taschenmesser, ein Multifunktionstool, eine Informationskarte mit Notfallkontakten in deiner Brieftasche oder ein kleiner Kompass an deinem Schlüsselanhänger sein. Die zweite Strategie ist ein "Heimkomm-Sack" - der genau das zum Zweck hat: Dich sicher nach Hause zu bringen. Diesen Sack solltest Du an einem möglichst sinnvollen Ort aufbewahren: Wenn Du täglich mit dem Auto unterwegs bist, ist der Kofferaum wohl die beste Option (ja genau, die Ecke die Du sowieso nie brauchst). Bist Du täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, wird deine Alltagstasche oder dein Rucksack dich, mit ein paar Gegenständen ergänzt, auf das nächste Vorbereitungslevel bringen. Es gibt Leute, die eine dedizierte Tasche irgendwo verstecken oder gar vergraben - soweit zu gehen ist nicht nötig, aber natürlich eine Möglichkeit.

Wir erachten folgende EDCs als notwendig und sinnvoll:

  • Taschenmesser oder Multifunktionstool (gleiches wie im Survival Bag)
  • Licht (die Taschenlampe deines Smartphones reicht)
  • Feuerzeug
  • Seilarmband mit zusätzlicher Trillerpfeiffe (siehe unten)
  • persönliche Medikamente
  • Informationskarte mit Notkontakt in der Brieftasche
  • Geld (Cash)
Bestes All-in-One EDC
Multifunktionsarmbänder mit Signalpfeife, Feuerstahl und Schaber, drei Meter Fallschirmschnur.

Für den Heimkommsack orientieren wir uns stark am Survival Bag (oder BOB), der unter Punkt 3 im Detail beschrieben ist. Hier die Checkliste für deinen "Heimkommsack":

  • Rucksack: Gleich oder kleiner wie dein Survival Bag.
  • Trinkwasser: Gleich wie Survival Bag.
  • Nahrung: Ähnlich wie Survival Bag, lass alles was Du kochen musst, weg.
  • Licht: Stirnlampe wie im Survival Bag, lass den Rest weg.
  • Feuer, Wärme und Schutz: Gleich wie Survival Bag
  • Erste Hilfe: Ein Basiskit wie beim Survival Bag.
  • Hygiene: Ein Stück Seife und Feuchttücher.
  • Kleidung: Gleich wie Survival Bag.
  • Werkzeuge: Ein Multifunktionstool. Wenn dein "Heimkommsack" im Auto ist, lege noch ein Brecheisen, ein Cutter (um Sicherheitsgurte aufzuschneiden), einen kleinen Feuerlöscher und Überbrückungskabel dazu.
  • Geld und Dokumente: Gleich wie Survival Bag.
  • Orientierung und Navigation: Kompass und Karten des Gebiets, in dem Du dich üblicherweise aufhälst.

5. Trainiere

Wenn Du die Schritte 1-4 abgearbeitet hast, bist Du zwar hervorragend ausgerüstet und hast einiges an theoretischem Wissen. Du bist aber noch nicht sehr gut vorbereitet. Gute Vorbereitung ist eine Mischung aus Ausrüstung, Fähigkeiten, Planung und Training. Verwende jede Gelegenheit, deine Tools zu benutzen! Brauche jedes Tool mindestens einmal, bevor Du es in deinen Survival Rucksack oder dein Alltagsrucksack einpackst. Du willst dein Werkzeug nicht im Notfall zum ersten Mal einsetzen. Nimm einmal im Jahr deinen Survival Bag und versuche dich ein bis zwei Tage durchzuschlagen - setzte Dir dafür ein Ziel, wo Du hin willst. So lernst Du am schnellsten.

Du hast nach der ganzen Lektüre und stundenlangem Training immer noch nicht genug? Dem können wir Abhilfe verschaffen: Hier gehts zu unseren Tipps für Fortgeschrittene.

Im Rückblick

Katastrophen-Vorbereitung für Einsteiger
In diesem Guide
Hintergründe
Zwei Wochen Selbstversorgung
Trinkwasser
Nahrung
Feuer, Kochuntensilien und Licht
Erste-Hilfe Koffer, Kommunikation und Hygiene
Werkzeuge
Anderes
Lies dich in die Basics ein
Dein Zuhause in einer Minute verlassen: But out Bag
BOB Rucksack
BOB Trinkwasser
Nahrung im BOB
BOB: Feuer, Wärme, Schutz und Kleidung
BOB: Licht, Kommunikation und anderes
BOB: Navigation, Werkzeuge und Geld
Unterwegs im Krisenfall
Trainiere!

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