Eigenheim-Sicherung und Prävention für Einbrüche: Wie man Langfingern das Handwerk legt

Zwischen zwei und zehn Einbrüchen pro 1000 Einwohner und Jahr werden im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Schweiz und Österreich) gemeldet - jedes Jahr. Nur ein Bruchteil davon wird aufgeklärt. Die Schweiz ist dabei mit Abstand am stärksten betroffen - offenbar haben Langfinger besonders viel Erfolg im Alpenland wo Schokolade fliesst und die Banken ihr Gold horten.

Einbrecher beobachten die Nachbarschaft, sind in vielen Fällen in gut organisierten Banden unterwegs und haben in der Regel, wenig mit Spontaneität zu tun. Wer weiss, wie Einbrüche von statten gehen, hat einen erheblichen Vorteil und kann mit wenig Aufwand den Schutz im Zuhause massiv verbessern. Gleichzeitig können solche Massnahmen auch helfen, wenn gesellschaftliche Unruhen ausbrechen und geplündert und ausgebeutet wird. Wer sich also mit der Eigenheimsicherung befasst, hat nicht nur heute, sondern auch im Falle einer grossen Krise einen guten Stand.

Maskierter Einbrecher mit Brechstange beim Aushebeln eines Fensters.

Jeder Einbruch - egal ob erfolgreich oder nicht - hinterlässt Spuren die über den rein materiellen Wert hinaus gehen. Betroffene verlieren das Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden. Das führt häufig zu psychischen Schwierigkeiten die von Angstzuständen und Depressionen bis zur Schlaflosigkeit reichen. In einigen Fällen hilft ein Umzug - aber dies ist aus verschiedenen Gründen nicht immer möglich. Es ist besser frühzeitig Massnahmen zu treffen und das Risiko eines Einbruchs zu minimieren.

Diesen Artikel möchten wir nutzen, um Dir aufzuzeigen welche Mittel und Wege Du anwenden kannst, um dich und deine Liebsten vor störenden Eindringlingen in eurem Zuhause zu schützen. Welche Präventionsmassnahmen lassen sich treffen und wie verhält man sich im Falle, dass man zeitlgeich mit einem unerwünschten Gast im Haus befindet? Krisenvorsorge und Katastrophen-Vorbereitung ohne absurd konstruierte Szenarien - sondern real und mit beiden Füssen am Boden.

Zusammenfassung Einbruchprävention und Eigenheim-Sicherung

Die wichtigsten Punkte aus diesem Guide im Überblick:

  • Alle einbruchshemmenden Massnahmen haben Stärken und Schwächen - keine ist hundertprozentig sicher. Alle erschweren den Einstieg und sollten deshalb in optimalem Masse kombiniert werden.
  • Eigenheimsicherung beginnt an der Grundstückgrenze und hört bei den empfindlichen Dokumenten und Wertsachen auf.
  • Mechanische Sicherungsmassnahmen erschweren den Zugang und sind auch im Stromausfall wirksam.
  • Alarmanlagen wirken abschreckend und ermöglichen die Überwachung der Aussenhülle oder von Durchgängen im Innern. Idealerweise realisiert man eine Kombination der beiden Ansätze (Aussenhülle und Innenraum-überwachung). Wer keine unabhängige Stromversorgung besitzt, verliert im Falle eines Blackouts auch Schutz.
  • Intelligente Anwesenheitssimulation erhöht das Risiko für Einbrecher - diese wählen im Zweifelsfall häufig den risikoärmeren Einbruch.
  • Wer kann und will, kann die Einbruchsicherung mit einem Wachhund ergänzen.
In vielen Krisenszenarien ist die Eigenheim-Sicherung ein zentrales Element. Lies weiter, um zu erfahren, in welchen Situationen welche Art von Schutz nützlich ist und wie Du dich und eine Familie schützen kannst.

In diesem Artikel

Eigenheim-Sicherung und Prävention für Einbrüche
Zusammenfassung
In diesem Artikel
Einbrüche: Statistiken und was man wissen muss
Grundsätzliche Schutzüberlegungen
Mechanische Einbruchssicherungen
Elektrische Sicherungstechniken und Alarmanlagen
Anwesenheitssimulationen und Täuschung

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links (deutlich gekennzeichnet). Wenn Du auf einen solchen Link klickst und Dich für einen Kauf entscheidest, erhalten wir eine kleine Provision als Verkaufsempfehlung vom entsprechenden Anbieter oder Shop. Für Dich ändert sich der Preis dadurch nicht.
www.katastrophen-vorbereitung.com finanziert sich durch solche Provisionen.

Einbrüche: Statistiken und was man wissen muss

Zunächst möchten wir erwähnen, dass es "den" Einbruch nicht gibt. Trotzdem lassen sich aus der Vielzahl an Fällen die gemeldet und erfasst werden, einige Schlussfolgerungen ableiten. Wir versuchen hier, dies in möglichst kurzer und prägnanter Form zu tun. Allerdings gibt es keine Garantie, dass wenn sämtliche Punkte addressiert sind, kein Einbruch stattfinden wird. Wir schreiben als in den nächsten Zeilen von statistischen Aussagen und leiten daraus vernünftige Massnahmen ab.

Was wollen Einbrecher? Nicht alle Wertsachen sind gleich wertvoll - und aus logistischen Gründen nicht gleich "geeignet" um sie zu stehlen. In einem ersten Schritt ist es wertvoll zu verstehen, warum Einbrecher in Häuser und Wohnungen gelangen wollen. Hier die Liste der beliebtesten Diebesgüter.

  • Bargeld
  • Uhren und Schmuck
  • Elektronische Kleingeräte - Handy, Laptop, Tablets, ..
  • Fernseher, Spielkonsolen oder Musikanlagen, ..
  • Ausweispapiere und Kredit-/Debitkarten

Es fällt auf, dass die Wertdichte - der Wert pro Gewicht - für beliebte Diebesgüter sehr hoch ist. Ein weiteres Kriterium ist die anonyme Verwendung: Bargeld ist nicht eindeutig gekennzeichnet (z.B. mit einem Namen) und lässt sich dadurch einfach weiterverwenden. Kreditkarten müssen zuerst aufwändig prozessiert werden, um einen Wert daraus zu erhalten. Sie sind deswegen nicht gleich beliebt wie Barged oder Schmuckstücke.

Wann wird eingebrochen? Typischerweise finden ein Grossteil der Einbrüche während der Dämmerungszeit und in Abwesenheit der Bewohner statt. Langfinger haben wenig Interesse an einer direkten Konfrontation und möchten möglichst ungestört ihrer "Arbeit" nachgehen. Da im Sommer die Sonne erst spät untergeht (später als 22 Uhr) und die Bewohner dann meistens schon im Haus sind, gibt es wesentlich weniger Einbruchsfälle im Sommer als im Winter. Ausnahmen bilden dort nur die Zeiten mit vielen Abwesenheiten - Ferienzeit im Sommer. Im Winter bricht die Dämmerung um 16 Uhr ein und Bewohner kommen erst um 18 Uhr nach Hause. Das heisst die Einbrecher sind ungestört und haben den Schutz der Dämmerung - ideale Bedingungen. Ensprechend zeigen Statistiken zu diesen Zeiten auch die meisten Einbrüche. Diese systematische Vorgehensweise deutet darauf hin, dass Einbrecher wohl-überlegt vorgehen und nicht "zufällig" irgendwo einsteigen.

Welche geographischen Lagen sind besonders gefährdet? Es gibt Tendenzen die darauf hindeuten, dass vorwiegend am Rand von städtischen Gebieten und in ländlichen Regionen mit Anbindung an den Fernverkehr eingebrochen wird. In anderen Worten - Einbrecher wissen, dass es einige Minuten dauert bis die Polizei nach einer Alarmierung vor der Tür steht - diese Minuten können sie nutzen um schnell in verschiedene Richtungen zu fliehen. Die Chance erwischt zu werden ist an in solchen Lagen deutlich niedriger.

Was sind die beliebtesten Einstiegspunkte? Vorwiegend sind Fenster und Türen die Einstiegspunkte für Diebstähle. In seltenen Fällen auch Lichtschächte die nicht genügend gesichert sind.

Grundsätzliche Schutzüberlegeungen

Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Prinzipien oder Schutzsysteme, um das Eigenheim zu sichern:

  • Bei mechanische Schutzsystemen wird die Hürde für ein Eindringen so hoch gelegt, dass es für Diebe möglichst unattraktiv und aufwändig ist, die Arbeit auf sich zu nehmen. Dazu gehören zum Beispiel einbruchhemmende Fenster und Türen, Gitter vor Fenstern, Ketten ...
  • Elektrische Überwachungssysteme und Alarmanlagen melden die Anwesenheit eines Eindringlings zum Beispiel mit einem lauten Alarm. Es gibt hier zwei Unterkategorien: Erstens die Aussenhautüberwachung, wo ein Grossteil der Aussenhülle des Gebäudes zum Beispiel mit Magnet-Kontakten überwacht wird und ein Fehlverhalten melden. Zweitens, die Innenraumüberwachung - hier wird der Innenraum, mit Infrarotmeldern auf unerwünschte Bewegung überwacht. Häufig werden solche Sensoren In Übergangsbereichen, z.B. Treppenhäusern, installiert.
  • Unter Täuschung, Abschreckung und Anwesenheitssimulation verstehen wir sämtliche Mittel, die einem Einbrecher das Leben schwer machen und für Verwirrung sorgen, aber kein direktes Hindernis für den Einstieg bedeuten. Zum Beispiel Lampen mit Bewegungsmelder, Zeitschaltuhren und WLAN geschaltete Steckdosen.

Alle Schutzsysteme haben Stärken und Schwächen und keines der Systeme ist hunderprozentig sicher. Dennoch weigern wir uns, pauschalisierte Aussagen im Sinne von "das nützt sowieso nichts" zu unterstützen. Die Frage der Wirksamkeit von einzelnen Komponenten hängt nicht nur von der Situation des Gebäude ab, sondern auch wer man fragt. Bitte sei kritisch: Wenn Du einen Alarmanlageninstallateur fragst, ob ein Bewegungsmelder etwas nützt, wird er das natürlich verneinen - er möchte Dir eine teure Alarmanlage verkaufen. Häufig werden aus diesen Gründen Kombinationen der drei Schutzprinzipien zur Eigenheimsicherung verbaut.

Am Anfang einer jeden Überlegung bezüglich Einbruch-Prävention sollte das Finden der Schwachstellen stehen. Das lässt sich in einem ersten Schritt mit einem gründlichen Gang ums Gebäude erfassen. Zusätzlich gibt es in vielen deutschsprachigen Orten neutrale Stellen, z.B. die Polizei, die kostenlos oder gegen geringe Beratungsgebühren, einen Rundgang machen. Solche Stellen sind sehr wertvoll, weil sie neutral sind und nicht an einem Verkauf interessiert sind. Wir empfehlen, sich zunächst selber die Überlegungen zu machen (daraus lässt sich schon einiges lernen) und die wichtigsten Schwachstellen mit einfachen Mitteln zu verstärken. Erst im Anschluss, oder falls teure Anschaffung und Investitionen notwendig sind, sollte man sich externe Experten zu Hilfe holen.

Wer sich für eine Alarmanlage mit elektrischer Überwachung entscheiden möchte, sollte bedenken, dass einige Alarmanlagen auf eine funktionierende Stromversorgung angewiesen sind. Im Sinne einer umfassenden Krisenvorsoge, solltest Du darauf achten, dass ein Blackout nicht dazu führt, dass dein Zuhause völlig schutzlos ist - den Eigenheim Sicherung ist nicht nur gegen Diebstahl sinnvoll, sondern hilft ausserdem, sich vor Plünderungen und anderen Unruhen zu isolieren. Stromausfall lässt sich mit relativ einfachen Mitteln provozieren.

Mechanische Einbruchssicherungen

Schon an der Grundstückgrenze lassen sich mit wenig Aufwand gewisse Massnahmen treffen. Büsche und Sträucher sollten so gepflanzt werden, dass sie Einbrechern keinen Schutz vor Einsicht geben und keine Aufstieghilfe zu Balkonen oder aufs Dach sind. Auch können Zäune, Mauern (oder auch grosse Bäume), die als Aufstieghilfen verwendet werden können, mit Stacheldraht oder Anti-Kletterschutzstreifen versehen werden um Klettermaxen den garaus zu machen. Ein gutes und robustes Gartentor-Schloss kann für einige Eindringlinge bereits eine erste Hürde sein. Sämtliche Kletterhilfen - Leitern oder Fässer, etc - sollten angekettet oder weggesperrt werden.

Kletterschutzstreifen
Solides Gartentorschloss
Simple Möglichkeite, Einbrechern das Klettern zu erschweren. Solides Gartentorschloss mit langem Riegel und doppeltem Verriegelungsmechanismus.

Auch in den Bereich der Grundstücksicherung gehört eine vernünftige Aussenbeleuchtung. Das hat nicht viel mit mechanischer Sicherung zu tun, ist aber wichtig genug um es hier bereits zu erwähnen: Wenn Eingangsbereich und kritische Fenster mit Licht ausgeleuchtet werden, sind Eindringlinge exponiert und können von Nachbarn besser gesehen werden. Man sollte hier aufpassen, dass man den Nachbarn nicht mit unnötigem Lichtflakern stört und die Empfindlichkeit entsprechend einstellen. Aussenlicht sollte sich auch nur von innen ausschalten lassen und die Zuleitungen sollten nur schwer zugänglich sein.

Intelligente Aussenleuchte
Ausziehbares Fenstergitter
LED Aussenleuchte mit Lebensdauer von 50'000h - energiesparend mit verschiedenen Modi. 360 Grad Bewegungsmelder mit Unterkriechschutz. Fenstergitter in verschiedenen Grössen erhältlich. Lässt sich einfach in der Fensterlaibung montieren und kann stufenlos eingestellt werden.

Gelangt man zur Gebäudehülle, gibt es einige Aspekte die man unbedingt beachten sollte:

  • Beschläge von Aussentüren oder Fenstern sollten immer im Gebäudeinnern verschraubt sein. Die Beschläge sollten ausserdem den entsprechenden Normen (DIN oder VdS) folgen.
  • Fenster sollten mit zusätzlichen Fensterschlössern oder Sicherungsstangen gesichert werden. Eine wenig ästhetische Alternative sind Fenstergitter.
  • Auch Dachfenster sollten gesichert werden, wenn es einfach ist, dazu zu gelangen.
  • Bei Keller- und Lichtschächten sollten die Gitterroste mit Rostsicherungen ausgestattet werden.
  • Rolladen können mit Sicherungen gegen das Hochschieben gesichert werden

Fensterriegel
Sicherungsstangen für Fenster und Türen
Zwei abschliessbare Schwenkriegel zur zusätzlichen Verriegelung von ein- oder zweiflügligen Fenstern. Mit robustem Zylinderschloss abschliessbar. Zur Selbstmontage. In verschiedenen Ausführungen erhältlich. Querriegel mit patentiertem Schienensystem. Bietet Schutz bei gekipptem und geschlossenen Fenster. In massiver Bauweise - empfehlenswert!

Gitterrostsicherungen
Rollladensicherung
Gitterrostsicherung mit variabler Kette. Verhindert das Aufhebeln von Gitterrosten. Flexibel montierbar und zulässig für Fluchtwege dank schnell lösbarem Schloss. Zum Schutz gegen Hochschieben der Rolladen. Je ein Verschluss auf beiden Seiten der Führungen - kann unkompliziert montiert werden.

Auch innerhalb des Gebäude gibt es möglicherweise noch besonders schützenswerte Dokumente oder Wertgegenstände. Auch wenn verschiedene Massnahmen nicht genutzt haben, so ist ein Tresor eine weitere Möglichkeit, schützenswerte Gegenstände vor direktem Zugang zu schützen. Tresore sind auch nützlich, um Dokumente und Informationen vor neugierigen Besuchern zu schützen. Man sollte sich allerdings nichts vormachen - ein Tresor ist weiteres Hindernis auf dem Weg zum Ziel für Einbrecher. Geübte Diebe, kriegen schlechte Tresore innerhalb von wenigen Minuten geknackt. Allerdings können Tresore auch als Ablenkung dienen.

Möbeltresor
Getarnter Buch-Safe
Kleiner Möbeltresor mit Sicherheitsdoppelbartschloss und Doppelbolzenverriegelung. Kann in Boden oder Wand verankert werden. Tragbare und verschliessbare Box als Buch getarnt. Ideal um kleine Wertsachen oder Bargeld getarnt zu verstecken.

Elektrische Sicherungstechniken und Alarmanlagen

Wie bereits erwähnt gibt es für die elektrische Überwachung von Wohnräumen grundsätzlich zwei mögliche Herangehensweisen. Zunächst lässt sich die Aussenhülle überwachen und ein Alarm wird ausgelöst, sobald an einer Aussenstelle (Fenster, Tür,..) ungewöhnliche Signale erfasst werden. Das hat den Vorteil, dass man sich im Innern ohne Einschränkungen bewegen kann und nicht stets Fehlalarme ausgelöst werden. Der zweite Ansatz ist die Überwachung vom Innenraum. Hier werden in oft benutzten Durchgängen (z.B. Treppenhäusern oder auch Fluren) Bewegungssensoren installiert und der Alarm wird ausgelöst, wenn diese anschlagen. Bei solchen Installationen muss in der Regel für den regulären Wohngebrauch die Alarmanlage deaktiviert werden. Falls dies nicht der Fall ist, werden unnötige Fehlalarme ausgelöst - das kann zum Beispiel durch Kinder oder, bei schlecht eingestellten Anlagen, auch durch ein Haustier passieren.

Es gibt eine Vielzahl regionaler Fachhändler und Experten, die teure Anlagen verkaufen wollen. Ohne diese Spezialisten schlecht-reden zu wollen, wir glauben dass es einige sehr einfache Aspekte bezüglich elektrischen Anlagen gibt, die zu beachten sind:

  • Oberstes Ziel ist, Eindringlinge fernzuhalten. Dass tun wir durch eine Kombination von mechanischen, elektrischen und simulativen Sicherungstechniken.
  • Zweites Ziel ist, die Konfrontation zwischen Bewohner (also uns) und dem Eindringling zu verhindern. Die Konfrontation ist nicht kalkulierbar und stellt damit ein grosses Risiko dar.
  • Das heisst, wenn jemand in unserer Abwesenheit eindringt, möchten wir ein Signal erhalten, damit wir in diesem Moment nicht nach Hause kommen - sondern z.B. die Polizei alarmieren. Kurze Erinnerung: Statistisch finden die meisten Einbrüche statt, wenn die Bewohner nicht anwesend sind.
  • Wenn trotz verschiedener Schutzmechanismen jemand in den Wohnraum gelangt, möchten wir einen lauten Alarm, der dem Eindringling anzeigt, dass er erkannt worden ist UND der den verbliebenen Bewohnern im Haus anzeigt, ob jemand hier ist. Das ist der Fall, das der Einbruch stattfindet, wenn jemand zuhause ist.
  • Sind wir und ein Eindringling gleichzeitig zuhause, ist das drittes Ziel proaktiv und gewaltfrei zu reagieren. Nocheinmal: Die erfolgsaussichten eines frontalen Angriffs auf einen Eindringling sind in der Realität schwierig zu kalkulieren. Deswegen: Wenn möglich in einem ersten Schritt die zuständigen Sicherheitsbehörden alarmieren. In einem zweiten Schritt, mittels Licht und Lärm dem Einbrecher anzeigen, dass jemand hier ist. Das gilt natürlich nur zu Zeiten, in welchen ordentliche Strukturen noch vorhanden sind. Bei massiven Unruhen und Plünderungen, wo staatliche Organe versagen, bleibt keine andere Möglichkeit als sich zu wehren (Selbstverteidigung).
  • Letzte Eskalationsstufe ist die direkte Konfrontation die möglicherweise auch physische Gewalt benötigt. Falls dieser Schritt notwendig ist, tun wir das vehement und ohne zu Zögern. In diesem Fall, kämpfen wir um unser überleben.

Diese Punkte lassen sich kostengünstig und ohne Beziehen von teuren Fachexperten umsetzen. Wir haben uns für eine Funk-Alarmanlage mit Mobilfunknetz-Anbindung, welche selbst installiert werden kann, entschieden und sind bisher sehr zufrieden. Wir konnten damit eine Mischung zwischen Aussenhaut- und Innenraumüberwachung realisieren und damit die spezifischen Schwachpunkte in unserem Zuhause ausbessern. Die Anlage ist ausserdem grosszügig erweiterbar und einfach in der Handhabung.

Alarmanlage Selbstinstallation
Gute Alternative
Selbstinstallations-Alarmanlage mit GSM Modul und Smartphone-App. Sicherheitssystem enthält Bewegungsmelder und Fenster/Türsensoren und kann erweitert werden. Komplettsystem zur Inbetriebnahme eines kabellosen Alarmsystems. Benötigt zusätzlich eine SIM Karte. Sehr vielseitig.

Anwesenheitssimulationen und Täuschung

Wie bereits erwähnt: Wohnräume die bewohnt sind, sind statistisch seltener Ziele von Einbrechern. Im Unkehrschluss bedeutet das, dass eine Anwesenheitssimulation - also die Täuschung das jemand zuhause ist - ein effektives Mittel ist, um die Eigenheimsicherung zu verbessern. Das Vermitteln vom Eindruck, dass eine Wohnung oder ein Haus bewohnt ist, gehört zu den effizientisten Wegen Einbruchsrisiken zu minimieren.

Welche Massnahmen können für die Anwesenheitssimulation genutzt werden?

  • Beleuchtung ein- und ausschalten.
  • Radio und Fernseher ein- und ausschalten oder simulieren.
  • Storen und Jalousienen: Positionen verändern.
  • Als ergänzende Massnahme: Automatische Gartenbewässerung. Trockene Pflanzen deuten auf Abwesenheit hin.
  • Briefkasten leeren: Entweder beim Zusteller die Briefpost zurückhalten lassen oder durch einen Nachbarn leeren lassen.

Einige Massnahmen lassen sich durch etwas administrativen Aufwand leicht erledigen (z.B. Briefkasten) und andere sind mit sehr wenig Aufwand umsetzbar oder nachrüstbar: Mit einer einfachen mechanischen Zeitschaltuhr lassen sich z.B. Beleuchtungen oder ein Radio in definierten Abständen ein und ausschalten. Das ist sehr günstig und bietet effektiven Schutz für kurze Abwesenheiten. Wenn ein Einbrecher das Haus länger als zwei Tage beobachtet, wird er merken, dass immer zur gleichen Zeit die gleichen Lichter ein und ausgehen. Trotzdem - ein Haus zwei Tage zu beobachten bedeutet schon einen erheblichen Aufwand! Digitale Zeitschaltuhren mit längeren Schaltungsprogrammen und zufälligen Schaltfunktionen kosten etwas mehr, erschweren aber die Beobachtung deutlich.

Mechanische Zeitschaltuhr
Digitale Zeitschaltuhr
Mechanische 24h Zeitschaltuhr in mit integrierter Kindersicherung. Auch in weiss erhältlich. Günstig und gut. Digitale Zeitschaltuhr mit 7 Tage Zeitraum. Lässt sich verwenden um Energie zu sparen und Eindringlinge abzulenken - mit integriertem Zufallsschaltprogramm.

In ähnlicher Manier gibt es TV-Simulatoren - die das typische Lichtflackern beim Fernsehschauen simulieren. Wer mehr Kontrolle über einzelne elektronische Geräte haben möchte, kann auch Steckdosen mit Intelligenz versehen und WLAN-Steckdosen installieren und diese über eine App steuern. Für die Jalousinen lassen sich Schalter mit integrierten Jalousinen oder mit Anbindung ans Heimnetzwerk aufrüsten und damit ähnliche Schutzmechanismen einbauen.

Fernsehsimulator
WLAN Steckdosen
LED TV Simulator mit integrierter Zeitschaltuhr und 3 wählbaren Programmen. Simpel und effektiv. Über WLAN steuerbare Steckdosen - von überall her mit einer App. Lässt sich auch verwenden um unnöttige Standby Stromfresser auszustellen oder um Anwesenheit zu simulieren.

Intelligente Rolladensteuerung
Gute Alternative
Rolladen-Zeitschaltur die auch über Smartphone gesteuert werden kann. Einfache Installation. Alexa und Google-Assistent kompatible, smarte, Rolladensteuerung. Einfach zu montieren und praktisch.

Wir möchten nochmals erwähnen: Sowohl eine Alarmanlage als auch eine intelligente (smarte) Anwesenheitssimulation sind abhängig von funktionierender Stromversorgung und, falls App-gesteuert, einem stabilen Internetzugang. Wer sich auf Krisen vorbereitet, sollte damit rechnen, dass beides unter gewissen Umständen nicht zur Verfügung steht. In diesem Falle sind die mechanischen Einbruchsicherungen enorm wichtig. Ausgewogene Katastrophen-Vorbereitung sollte möglichst breit abgestützt sein - investiere also bitte nicht nur in eine elektrische Alarmanlage, sondern betrachte die Eigenheimsicherung immer gesamtheitlich. Falls Du Platz und Zeit genug hast, dich um ein Haustier zu kümmern, könnte ein Wachhund eine gute Ergänzung sein. Achte dabei aber darauf, dass deine elektrische Überwachung nicht ausgehebelt wird, weil zuviele Fehlalarme losgehen.

In diesem Artikel